Bauphysik · Innova-Haus Bauweise & Technologie Eine Marke der Innova Projekt GmbH
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Was Sie nicht sehen, aber jeden Tag spüren.

Wärmedämmung, Luftdichtigkeit, Schallschutz, Brandschutz, Wohngesundheit — die bauphysikalischen Eigenschaften eines Hauses bestimmen den Wohnkomfort über Jahrzehnte. Ein Innova-Haus erfüllt KfW-40-Standard ab Werk und übertrifft die meisten Anforderungen deutlich.

Bauphysik

Energie-Effizienz von Anfang an.

U-Werte unserer Bauteile

Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärme pro Quadratmeter Bauteilfläche bei 1 Kelvin Temperaturdifferenz hindurchgeht. Je niedriger, desto besser.

  • Außenwand: 0,15 W/m²K
  • Dach: 0,12 W/m²K
  • Bodenplatte: 0,18 W/m²K
  • Fenster (3-fach Verglasung): Uw ≤ 0,8 W/m²K

Damit erfüllt jedes Standard-Innova-Haus den KfW-Effizienzhaus 40-Standard. Auf Wunsch ist KfW 40 EE (mit Wärmepumpe + PV) und QNG Plus (Nachhaltigkeitssiegel) möglich.

Wärmebrückenfrei

Konventioneller Massivbau hat Wärmebrücken an Anschlüssen (Geschossdecke trifft Außenwand, Auflager, Anker). Bei uns wird die Außenwand durchgängig isoliert — die Geschossdecke wird auf Randbohlen am Ständerwerk aufgelagert. Wärmebrücken-Verlustkoeffizient ψ ≈ 0,01 W/m·K (Standard: 0,1).

Thermografische Aufnahme Haus

Hochluftdicht durch SIP-Verbund.

Werkseitig luftdicht — ohne Folien-Bastelei

Klassische Holzhäuser brauchen Dampfsperren aus PE-Folie — perforationsanfällig, fehleranfällig im Detail. Ein Nagel, eine ungenaue Verklebung, und Tauwasser bekommt einen Weg in den Wandaufbau.

SIP-Wände lösen das anders: Die OSB-Decklagen sind selbst die luftdichte Ebene (sd-Wert ≈ 2–4 m). Es gibt keine separate Folie, die beschädigt werden könnte. Nur die Panelstöße werden mit elastischem Dichtband und PU-Schaum verschlossen — das geschieht im definierten Arbeitsschritt vor Ort.

Resultat: n50 ≤ 0,4/h

Standard-SIP-Wände erreichen Luftdichtigkeitswerte deutlich unterhalb der Passivhaus-Anforderung von 0,6/h. Damit ist die Lüftungswärmeverlust minimal und der KfW-40-Standard wird sicher erreicht.

Lüftung statt Diffusion

Da der EPS-Kern nicht diffusionsoffen ist, ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (KWL) Standard in jedem SIP-Haus. Vorteile: 80–90% der Wärme bleibt im Haus, gefilterte Außenluft im ganzen Haus, definiert kontrollierte Luftfeuchte. Allergiker-geeignet und energetisch optimal.

Wandaufbau Schichtenbild

Wenn der Nachbar still ist.

Holzbau und Schall — der alte Mythos

"Holzhäuser sind hellhörig" — das stimmte vor 40 Jahren. Heute ist Holzbau-Schallschutz deutlich besser als die DIN-Anforderungen.

Werte für Trennwände & Decken

  • Wohnungstrennwand (zwischen WEs): R'w ≥ 67 dB · DIN-Anforderung: 53 dB
  • Geschossdecke (Trittschall): L'n,w ≤ 46 dB · DIN-Anforderung: 53 dB
  • Geschossdecke (Luftschall): R'w ≥ 60 dB · DIN-Anforderung: 54 dB
  • Außenwand (Lärm von außen): R'w ≥ 45 dB · ausreichend für Straßenlagen bis 65 dB Außenlärm

Bei besonderen Anforderungen (z.B. an Bahntrassen, in Innenstädten) erhöhen wir mit Zusatzdämmung und Masse-Belägen auf bis zu R'w 75 dB.

Wie es erreicht wird

Drei Prinzipien: (1) Masse (Gipsfaserplatten, Splittschüttung), (2) Entkopplung (schwimmender Estrich auf Trittschalldämmung, federnde Profile), (3) Asymmetrie (verschiedene Schichten auf beiden Wandseiten). Zusammen erreichen sie Werte, die mit Massivbau gleichwertig oder besser sind.

Schalldämmung Aufbau

Wenn Holz Feuer abwehrt.

Holz brennt — aber kontrolliert

Holz brennt ab mit etwa 0,7 mm pro Minute. Bei einem 60 mm dicken Holzständer ist nach 30 Minuten noch eine tragende Restquerschnittsdicke vorhanden. Bei 80 mm sind es 45 Minuten, bei 120 mm sind es 90 Minuten.

Brandschutzklassen unserer Bauteile

  • Außenwand: F30-B (30 Minuten Feuerwiderstand, brennbar)
  • Innenwand tragend: F30-B
  • Wohnungstrennwand: F90-B (90 Minuten)
  • Geschossdecke: F60-B oder F90-B (je nach Anforderung)
  • Dachstuhl: F30-B

Was Gebäudeklassen bedeuten

Die Landesbauordnungen unterscheiden 5 Gebäudeklassen. Für jede gibt es Brandschutzanforderungen:

  • GK 1–3 (bis 7 m Höhe, EFH, kleine MFH): Standard-SIP mit Gipsfaser-Bekleidung F30-B
  • GK 4 (bis 13 m, größere MFH): SIP mit Mineralwoll-Kern + F60-Aufbauten
  • GK 5 (bis 22 m, Hochhausgrenze): Hybridbau mit Mineralwoll-SIP + F90-Aufbauten

Die meisten Innova-Häuser fallen in GK 1–3. Aufstockungs- und Nachverdichtungs-Projekte landen in GK 4, dort erweitern wir die Aufbauten entsprechend.

Brandschutz Holzbau Detail

Bauphysikalische Eckdaten im Überblick.

Standardwerte für Innova-Haus Konstruktionen. Höhere Standards auf Anfrage erreichbar.

— ParameterBeschreibungWert
U-WertAußenwandWärmedurchgang0,15 W/m²K
U-WertDachWärmedurchgang0,12 W/m²K
U-WertBodenplatteWärmedurchgang0,18 W/m²K
U-WertFenster Uw3-fach Verglasung≤ 0,8 W/m²K
LuftdichtigkeitBlower-Door n50Ergebnis nach DIN EN 13829≤ 0,6 /h
SchallschutzTrittschall L'n,wGeschossdecke≤ 46 dB
SchallschutzWohnungstrennwand R'wLuftschall≥ 67 dB
BrandschutzAußenwandFeuerwiderstandF30-B
BrandschutzWohnungstrennwandFeuerwiderstandF90-B
EffizienzKfW-StandardOhne AufpreisKfW 40

Häufige Fragen.

Wie wird der Blower-Door-Test durchgeführt?

Eine Folie mit Ventilator wird in die Eingangstür eingesetzt. Über den Ventilator wird das Haus auf 50 Pa Unterdruck gefahren. Gemessen wird, wie viel Luft nachströmen muss, um diesen Druck zu halten — der n50-Wert in Luftwechseln pro Stunde. Anforderung: n50 ≤ 1,0/h (mit Lüftungsanlage: ≤ 0,6/h). Standard-Innova-Haus erreicht 0,4–0,6/h.

Was ist der Unterschied zwischen KfW 55, 40 und 40 EE?

Die Zahl gibt den Primärenergiebedarf in % gegenüber dem GEG-Referenzgebäude an. KfW 55 = 55 % des Referenzgebäudes (45 % besser). KfW 40 = 40 % (60 % besser). EE bedeutet, dass mindestens 65 % der Heizenergie aus erneuerbaren Quellen kommt (typisch: Wärmepumpe oder Biomasse). QNG-Plus ist ein zusätzliches Nachhaltigkeitssiegel — bei KfW + QNG-Plus gibt es höhere Tilgungszuschüsse.

Brauche ich eine Lüftungsanlage?

Bei luftdichten Häusern (n50 ≤ 1,0/h) ja, in der Regel. Sonst staut sich Feuchte. Standard ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung — sie holt Frischluft rein, gibt verbrauchte Luft raus und überträgt 80–90 % der Wärme von der Abluft auf die Zuluft. Energieersparnis: 30–50 % der Lüftungswärmeverluste.

Wie wird Brandschutz bei Mehrfamilienhäusern gelöst?

Für GK 4/5 brauchen wir F60/F90-Aufbauten. Praktisch bedeutet das: dickere Gipsfaserplatten innen (2× 18 mm statt 1× 18 mm), Spezialdämmung mit niedrigem Brennwert, manchmal Stahlbeton-Treppenhäuser als Rettungsweg-Kern. Zusätzlich Sprinkler-Anlagen ab GK 4. Die Bauteile sind nach EN 13501-2 europäisch klassifiziert.

Wie steht es um den sommerlichen Wärmeschutz?

Holzfaserdämmung speichert Wärme (spez. Wärmekapazität c = 2.100 J/kg·K, fast doppelt so hoch wie Mineralwolle). Das verzögert das Eindringen der Mittagshitze um 10–14 Stunden — die Wärme kommt erst nachts an, wenn man lüften kann. Plus außenliegender Sonnenschutz an Süd-/Westfenstern. Resultat: Innentemperatur an Hitzetagen typisch 24–26 °C, ohne Klimaanlage.

Was ist mit Wohngesundheit / Schadstoffen?

Wir verwenden keine PVC-haltigen Materialien, keine chemischen Holzschutzmittel und nur PU-Klebstoffe mit niedriger Emission (EC1-Plus zertifiziert). Der EPS-Kern ist schadstofffrei und emissionsarm (AgBB-konform). Innenseitige Bekleidung aus Gipsfaserplatten ist allergikergeeignet. Resultat: gemessene Innenluft­qualität deutlich unter den Grenzwerten — auch bei luftdichter Bauweise dank kontrollierter Lüftung.

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