Wenn der Bestand mehr kann, als er trägt.
Der Schlüssel: Eigengewicht
Ein typisches Massivbau-Geschoss wiegt 750–900 kg pro Quadratmeter Wohnfläche. Diese Last muss vom Bestand getragen werden — von Wänden, Decken, Fundamenten, die für ihre eigene Last bemessen wurden, nicht für Aufstockungen.
Ein Holzrahmen-Geschoss wiegt mit Bodenaufbau, Decke und Dach typischerweise 140–180 kg/m². Damit liegt es im Toleranzbereich der allermeisten Bestände — Fundamentverstärkungen sind die Ausnahme, nicht die Regel.
Vorfertigung statt Baustelle
Die Wand-, Decken- und Dachelemente entstehen in der Werkhalle: CNC-zugeschnitten, präzise gedämmt, mit Folien beklebt, mit Fenstern und teils auch Installationen versehen. Die Baustelle vor Ort wird zur reinen Montagestelle.
Bei einem Mehrfamilienhaus mit 4 neuen Wohnungen ist das gesamte Rohbau-Geschoss nach 5 Arbeitstagen regendicht. Erkennen Mieter den Unterschied zu einer Konventionsbaustelle? Sofort.
Witterungs- und Mieter-freundlich
Da Holzbau Trockenbau ist, entfällt die Estrich-Trocknung. Es gibt keinen Mörtel, der durchfrieren könnte. Das vorhandene Dach bleibt bis kurz vor Aufrichtung dicht — und ist innerhalb derselben Woche wieder dicht.

