Wir bauen mit SIP-Panelen — vorgefertigten Sandwich-Verbundplatten aus zwei OSB-Lagen und einem hochdämmenden Hartschaum-Kern. Tragend, dämmend und luftdicht in einem Bauteil. Damit erreichen wir KfW-40 bei nur 280 mm Wandstärke.
Vorgefertigter Holzbau ist nichts Neues. Was Innova-Haus auszeichnet, sind die Details — in Planung, Material und Fertigung.
Eine 280 mm dünne SIP-Wand erreicht KfW-40-Standard mit U-Wert 0,15 W/m²K. Bei gleicher Außenmaße bekommen Sie 4–6 m² mehr Wohnfläche im Innenraum — ohne Mehrkosten.
SIP-Panele sind bereits ab Werk luftdicht — die OSB-Decklagen wirken als integrierte Dampfbremse. Erreichbare Werte: n50 ≤ 0,4/h, deutlich besser als Passivhaus-Anforderung.
Ein 200-mm-SIP trägt bis zu 90 kN/m vertikal — eine Außenwand benötigt keine zusätzlichen Stützen, selbst bei großen Spannweiten. Aussteifung erfolgt durch die Verbundkonstruktion selbst.
Die Bauweise lässt sich in drei Themen aufschlüsseln: Konstruktion, Produktion, Bauphysik. Jeder Bereich hat eine eigene Detailseite mit allen technischen Details.
Sandwich-Verbundplatten als selbsttragende Bauelemente: zwei OSB-Lagen, dazwischen ein massiver Hartschaumkern. Tragend, dämmend und luftdicht in einem Bauteil.
Vom 3D-CAD-Modell zur ausgelieferten Wandtafel. Mit CNC-Abbundanlagen, geschlossener Werkhalle und Just-in-Time-Logistik.
U-Werte, Schalldämmung, Brandschutz, Wohngesundheit. Die unsichtbaren Eigenschaften, die ein Haus über Jahrzehnte ausmachen.
Die SIP-Außenwand ist im Kern eine 3-Schicht-Verbundplatte: OSB-Hartschaum-OSB. Mit Hinterlüftung und Fassade außen sowie Installationsebene und Bekleidung innen entstehen 7 Funktionsschichten.
Alle tragenden und dämmenden Materialien stammen aus Mitteleuropa, sind PEFC-/FSC-zertifiziert und naturbelassen.
Oriented Strand Board, je 15 mm außen und innen, Klasse OSB/3 für tragende Anwendungen. Bildet das Tragwerk und die luftdichte Ebene in einem.
Expandiertes Polystyrol, λ = 0,031 W/m·K. Kerndicke 170–220 mm je nach gewünschtem Effizienzhaus-Standard. Druckfest und langzeitstabil.
Für Stürze, Träger, Decken-Hauptbalken und Aufbau über/unter SIP-Wänden. Verleimt aus mehreren Lamellen — hohe Tragkraft, formstabil.
Zweikomponenten-Polyurethan-Klebstoff verbindet OSB und EPS unter hohem Druck zur monolithischen Verbundplatte. Wasserbeständig, alterungsstabil.
Lärchenholz aus PEFC-zertifizierten Wäldern, sägerau oder gehobelt, unbehandelt. Vergraut natürlich zu silbergrau — wartungsfrei über Jahrzehnte.
Aus Gips und Recyclingpapier. Klasse F30-B für Brandschutz, gute Schallschutzeigenschaften. Tapezier-, putz- und streichfähig.
Holz bindet CO₂ über seine gesamte Standzeit. Ein Innova-Haus speichert mehr Kohlenstoff, als bei seiner Herstellung freigesetzt wurde — über Jahrzehnte.
Korrekt konstruierter Holzbau hält Jahrhunderte. Historische Fachwerk- und Blockhäuser belegen das seit über 500 Jahren. Wichtig ist der konstruktive Holzschutz: ausreichende Dachüberstände, Sockelausbildung über Erdfeuchte-Ebene, hinterlüftete Fassade. Chemische Holzschutzmittel sind dann nicht nötig. Die statische Nutzungsdauer eines Innova-Hauses ist mit 80–120+ Jahren bemessen.
SIP-Panele werden mit innenseitiger Gipsfaserplatten-Bekleidung (Klasse F30-B) und gegebenenfalls zusätzlicher Mineralwoll-Bekleidung auf Brandwiderstandsklassen F30 bis F90 gebracht. Damit erfüllen Innova-Häuser die Brandschutzanforderungen für Gebäudeklassen 1–3 (Einfamilien- und kleine Mehrfamilienhäuser). Für höhere Gebäudeklassen verwenden wir SIP-Varianten mit Mineralwoll-Kern statt EPS.
SIP-Wände sind nicht diffusionsoffen — der EPS-Kern und die OSB-Decklagen bremsen Wasserdampf stark. Das Risiko von Tauwasser im Wandaufbau ist genau deshalb sehr gering: die Feuchte erreicht das Innere des Sandwich-Paneels gar nicht erst. Wichtig ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, die wir standardmäßig mit ausliefern — sie sorgt für Frischluft und führt Feuchte definiert ab.
Für Schallschutz nutzen wir die klassische Holzbalkendecke mit Splittschüttung (nicht SIP) — sie erreicht L'n,w ≤ 46 dB — besser als die DIN-Anforderung von 53 dB für Mehrfamilienhäuser. Trennwände zwischen Wohneinheiten haben R'w ≥ 67 dB (Anforderung: 53 dB). Schallschutz ist mit Holzbau definitiv besser machbar als oft befürchtet.
Holzbau gilt als besonders erdbebensicher, weil Holz elastisch ist. Die Eigenmasse ist gering (rund ⅕ eines Massivbaus), die Verbindungen sind duktil — sie nehmen Schwingungen auf, ohne zu brechen. In Erdbebengebieten wie Japan ist Holzbau aus diesem Grund bis heute Standard für Wohngebäude.
Nichttragende Innenwände lassen sich relativ einfach versetzen — Trockenbauwand öffnen, neu setzen, schließen. Tragende Wände sind aufwendiger (Statiker-Gutachten), aber möglich. Vorteil Holzbau: Sie können beim Bau die Lage von Versorgungsleitungen und Verstärkungen für spätere Umbauten im 3D-Modell mitplanen. Wir dokumentieren das in einem Bestandsplan-Set für spätere Eigentümer.
Wir laden Sie ein, sich die CNC-Produktion und ein im Bau befindliches Haus vor Ort anzusehen. Konkrete Detail-Fragen werden mit unseren Statikern und Energieberatern direkt besprochen.