Wassermanagement · Innova-Haus Innovation · Komponente Eine Marke der Innova Projekt GmbH
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Regen ist eine Ressource.

Eine 8.000-Liter-Zisterne sammelt Regen vom Dach. Toilette, Waschmaschine und Garten laufen damit — bis zu 50 % Trinkwasser eingespart. Plus: das Grundstück wird klimaresilient durch Versickerung statt Kanal.

Wassermanagement

Wo Regen sinnvoll eingesetzt wird.

Drei Hauptverbraucher

Trinkwasserqualität ist nicht für jeden Zweck nötig. Drei Verbraucher kommen sehr gut mit Regenwasser aus:

  • Toiletten­spülung: ~30 l/Person/Tag = 120 l/Tag im 4-Personen-Haushalt
  • Waschmaschine: ~15 l/Person/Tag = 60 l/Tag, sogar besser als Trinkwasser (kein Kalk → weniger Waschmittel nötig)
  • Gartenbewässerung & Außenwasser: 50–150 l/Tag im Sommer

Resultat: 40–55 % des Trinkwasser­verbrauchs ersetzbar — bei 4-Personen-Haushalt ca. 60–80 m³/Jahr Einsparung = 400–600 €/Jahr Wasser- und Abwasser­kosten.

Doppelter Wasserkreislauf

Im Innova-Haus verlegen wir zwei separate Leitungssysteme: blaues Rohr für Trinkwasser (alle Verbrauchsstellen außer den drei oben), grünes Rohr für Regen­wasser. Kennzeichnungspflicht nach DIN 1989 wird eingehalten — keine Fehlanschlüsse möglich.

Regenwasser-Zisterne

Wie viel Regen passt rein?

Dimensionierung

Faustformel: 1 m³ Zisterne pro 10 m² Dachfläche. Bei einem 145-m²-Haus mit ca. 100 m² Dach: 8.000–10.000-Liter-Zisterne. Bei zu kleiner Zisterne läuft sie schnell über (Verlust!), bei zu großer ist sie meist halbleer (Investitions­geld liegt brach).

Material & Einbau

Wir verbauen Betonzisternen (statt Kunststoff): langlebiger (50+ Jahre), regulieren den pH-Wert (Beton ist leicht alkalisch — neutralisiert sauren Regen), schwerer (kein Aufschwimmen bei Grundwasser). Einbau: 3 m unter Grundstücks­niveau, frostfrei. Wird zur Bauphase im selben Erdaushub-Termin wie das Hausfundament eingebracht.

Mehrstufige Filterung

  1. Vor-Filter am Fallrohr: hält Laub, Insekten, grobe Verschmutzung ab
  2. Beruhigter Einlauf in die Zisterne: verhindert Aufwirbeln des Sediments
  3. Schwimmer-Entnahme: pumpt aus 30 cm unter der Wasser­oberfläche (sauberste Schicht)
  4. Druckpumpe + Feinfilter im Hauswasserwerk: 100 µm Schwebstoff­filter

Resultat: klares, geruchsfreies Regenwasser in Wasch­maschinen- und Toilettenqualität.

Hauswasserwerk mit Filtern

Das Grundstück nimmt das Wasser auf.

Versickerung statt Kanal

Was nicht in die Zisterne passt, wird in eine Versickerungs­anlage geleitet — typisch eine Rigole (großes Kiesbett unter dem Rasen) oder ein Mulden-Rigolen-System. Das Regenwasser sickert langsam ins Erdreich, lokales Grundwasser wird angereichert, Kanal entlastet.

Niedrigere Abwasser­gebühren

Viele Kommunen erheben heute gesplittete Abwasser­gebühren — separater Gebührensatz für Schmutzwasser und Niederschlagswasser. Wer sein Niederschlagswasser nicht ins kommunale Kanalnetz einleitet, sondern auf eigenem Grund­stück versickert, bekommt die Niederschlags­wassergebühr erlassen — ca. 200–400 €/Jahr.

Hitzeresilienz

Versickerung statt Kanal hat einen weiteren Vorteil: Das Grundwasser bleibt vor Ort. Im Sommer verdunstet das Wasser aus dem Boden und kühlt das Mikroklima. Plus: ein bewässerter Garten überlebt Trockenperioden ohne Trinkwasser­einsatz. Innova-Haus mit Wassermanagement = klimaresilientes Grundstück.

Optional: Grauwasser-Recycling

Für besonders nachhaltigkeitsorientierte Bauherren: Grauwasser-Aufbereitung. Dusch-, Bade- und Waschwasser wird durch biologische und mechanische Filter aufbereitet und wieder für Toilette und Garten verwendet. Wasserspar­quote: bis 80 %. Höhere Investition (8.000–12.000 € zusätzlich), aber für Wasser­knappheits-Regionen sinnvoll.

Versickerungsanlage im Garten

Wassermanagement-Werte.

Standard-Konfiguration für ein Wassermanagement-System im Innova-Haus.

— ParameterBeschreibungWert
ZisterneStandard EFH (4 Personen)Beton, frostfrei eingebaut8.000–10.000 l
SammelflächeDach + ggf. Garagen­dachAuch Hinterhof-Pflaster möglich80–150 m²
Trinkwasser-ErsatzAnteil Gesamt­verbrauchToilette + Waschmaschine + Garten40–55 %
EinsparungWasser + Abwasser pro Jahr4-Personen-Haushalt400–600 €/a
VersickerungMulden-Rigolen-SystemNiederschlags­gebühren­erlassKommunal individuell
Doppelleitungs­systemWerks­vorinstalliertNach DIN 1989 gekennzeichnetStandard
Grauwasser-OptionAufbereitung Dusch-/WaschwasserSpart bis 80 % Trinkwasser+8.000–12.000 €
Investition BasisKomplett­paketZisterne + Versickerung + Doppelleitung6.000–9.000 €

Häufige Fragen.

Schmeckt das Wasser auch zum Trinken?

Nein und das wollen wir auch nicht. Regenwasser hat keine Trinkwasser­qualität — Trinkwasser bleibt Trinkwasser über die separate Leitung. Das Regenwasser ist nur für Toilette, Waschmaschine und Garten gedacht. Es ist klar und geruchsfrei (durch die Filterung), aber nicht zum Trinken zugelassen.

Was, wenn die Zisterne leer ist?

Das System schaltet automatisch auf Trinkwasser-Nachspeisung um — Sie merken davon nichts. Eine kleine Trinkwasserleitung mit Rückfluss­verhinderung speist bei Bedarf in den Regenwasser­kreislauf ein. Auch wenn 6 Wochen kein Tropfen Regen fällt, läuft alles weiter. Die Nachspeisung beträgt typisch 5–15 % des Gesamt­wasser­verbrauchs in trockenen Sommern.

Wie oft muss die Zisterne gereinigt werden?

Etwa alle 8–12 Jahre sollte der Schlamm am Boden entfernt werden — dafür kommt eine Spezialfirma mit Saugwagen. Kosten: ca. 300–500 €. Den Vor-Filter am Fallrohr reinigt man 1× im Jahr selbst (Laub entfernen). Das Hauswasserwerk-Filter wechseln wir bei der jährlichen Wartung — Kosten enthalten im Service­vertrag.

Geht das auch bei Aufstockungen?

Bei Aufstockungen ist Regenwasser­nutzung schwieriger, weil der Erdaushub für die Zisterne fehlt. Mögliche Lösungen: oberirdische Tank-Lösung im Garten (z.B. 5.000-Liter-Tank seitlich am Haus, optisch verkleidet als Holz­schuppen), oder Flachtank im Untergeschoss (wenn vorhanden). Wir prüfen das individuell bei jedem Aufstockungs-Projekt.

Was kostet die Wartung?

Jährliche Kosten gesamt: ca. 80–120 € (Filter­wechsel, Inspektion, Druck­prüfung im Service­vertrag enthalten). Plus 1× alle 8–12 Jahre Komplett­reinigung der Zisterne (300–500 €). Vergleichen Sie das mit den Wasser­ersparnissen (400–600 €/Jahr) — die Anlage refinanziert sich aus den Einsparungen.

Wollen Sie Regen sinnvoll nutzen?

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